Jungfrau Trophy Thun, 5./6. Mai 2018

22 Finns überquerten anlässlich der diesjährigen Jungfrautrophy mindestens einmal die Startlinie. Sie wurden mit vier spannenden Wettfahrten bei 2-3 Bft belohnt, drei am Samstag und eine am Sonntag. Setzte die Thermik am Samstag schon sehr früh ein, klappte es am Sonntag erst beim zweiten Anlauf, so dass es nur noch für eine Wettfahrt reichte.
Dominiert wurde die Regatta von Thomas Gautschi, der eine sehr konstante Serie hinlegte. Er siegte sehr souverän und brauchte dazu nicht einmal einen Laufsieg (einen schnappte ihm Dominik Haitz vor dem Ziel weg, einen zweiten der Schreibende nach einem hitzigen Gefecht auf den letzten Metern). Die weiteren Laufsiege gingen noch einmal an Dominik Haitz und an Joseph Rochet. Die Thunersee-Forellen kamen in den Genuss einer Finnsegel-Demo nachdem Dominik in der zweiten Wettfahrt auf dem Vorwind überambitioniert seine Reflexe überschätzte und einen viel beachteten Abgang machte. Damit vergab er sich einen Podestplatz. Sehr positiv überrascht hat mich der immer noch Neueinsteiger Oliver Wirz, der aber in Palma schon harte Weltcup-Luft geschnuppert hat. Mit einer taktisch und technisch soliden Leistung zeigte Oliver klar auf, dass mit ihm ab sofort zu rechnen ist – eine grosse Bereicherung für unsere Klasse! Olivier segelte mit einem Masten von Thomas Gautschi, der nach unzähligen Modifikationen und Trainingsschlägen die optimale Mastkonfiguration gefunden zu haben scheint. Mit einem Super-Speed an der Kreuz und guter Fahrt auf dem Vorwind zeigten Thomas und Oliver aber vor allem auch ein gutes taktisches Gespür. Rechts war eigentlich meistens nicht besser aber dann manchmal schon wenn es auch links nicht schlecht war (etwa so kann man den Zustand meines taktisch überforderten Hirn beschreiben). Ein Highlight war auch eine gemeinsame Leetonnen-Rundung inkl. Abdrift eines ganzen Finnen-Pakets, das es dem Schreibenden ermöglichte, gleich 6 Boote zu überholen. Wie so oft war die Freude von kurzer Dauer und ein Teil des Gewinns schon bald wieder verspielt.
Der Baumann tauchte nur am Sonntag auf und schlug sich immer konsequent nach rechts. Auch wenn er die Seite jeweils gewann erwischten ihn doch immer ein paar Boote von mitte-links. Eine politische Deutung dieser Ereignisse liegt mir fern. Ein 4. Rang im Sonntagslauf war aber der schöne Lohn dieser konsequenten Kurswahl.
In der Schlussabrechnung siegte Thomas Gautschi souverän vor einem Block der sehr eng beieinander lag. Innerhalb von zwei Punkten klassierten sich Oliver Wirz (11 Punkte), Franz Bürgi, Joseph Rochet und Peter Kilchenmann (alle 12 Punkte) und Dominik Haitz (13 Punkte). Dies war das letzte Training vor dem Mega-Event in El Balis mit 350 Meldungen. Bis bald in Spanien!
Fräne

SUI 12

Fotos von Marianne und Bruno Perren

Rangliste

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s