Niederhornkanne 22.-24.6.18 – Bericht des Drittplatzierten

Eigentlich ist es fast unmöglich die Windbedingungen voraus zu sagen am Thunersee. Doch für dieses verlängerte Wochenende schien es perfekt zu werden, schönes Wetter mit fast unsegelbar starker Bise im Mittelland. Doch zu dieser Zeit konnte ich noch nicht ans segeln denken, weil ich normalerweise am Freitag in Worb auf dem Märit am Backen bin. Ich musste meine Arbeit also etwas früher verrichten und die Verantwortlichen vom Märit verkauften meine Backwahren dann. „Ganz herzlichen Dank an die Worber“.

Jetzt musste ich mich beeilen, denn ich hatte Olivers Finn im VW Crafter, der wollte bestimmt rechtzeitig auslaufen. In Thun angekommen, sind sehr wenige Autos auf dem grossen Platz vorzufinden, aber das Datum stimmt doch, fragte ich mich. Beim einschreiben ging Carlo mit Bruno die Meldeliste durch und da durfte ich feststellen, dass ich bei weitem „ausnahmsweise“ nicht der Letzte war. Trotzdem musste jetzt alles zügig vorwärts gehen, alle begrüssen, und dann Olivers Boot ausladen Masten ausladen, denn Oliver konnte wählen zwischen seinem Erfolgsmasten, mit deem er kürzlich zweiter wurde oder dem neuen, auch neu modifizierten Masten. Er entschied sich für das alt bewährte.

Doch jetzt ging es auf das Wasser, auch ich habe mein alt bewährtes montiert. Doch mit zunehmendem Wind bis 5Bf., in den Böen etwas mehr, merkte ich es lief noch alles zu harzig, verkrampft. Dass Christoph und Till mir um die Ohren fuhren war klar, aber dass „ Bume Rüedu „ mit seinem ältesten Lumpen sein Heck die ganzen drei Läufe zeigte war schon erstaunlich. Nach dem langen nach Hause segeln, ging ich gleich zur Sache und wechselte Mast und Segel. Doch die beiden Sachen passten überhaupt nicht zu einander, Segel zu flach Mast zu weich, doch weil die Windprognosen gleich waren, war das nicht so schlimm.

Samstag morgen 11:00 in Thun angekommen, fing der Wind von Süden nach Westen zu drehen. Doch Bruno, unser Wettfahrtleiter, beruhigte uns. Wir könnten noch etwas zu Mittagessen, wir würden erst um 12:00 auslaufen. Viertel vor zwölf konnte uns, Oliver und mich, nichts mehr halte, wir fuhren schon bei schöner Thermik aus und fuhren Richtung Spiez. Dort angekommen machten wir gleich ein paar Trimmschläge wo ich gleich merkte, das war wie Tag und Nacht. Ich konnte das Boot sauber aufrecht fahren und auch halten. Aber welche Seite ist nun besser, die Böen kamen eher von links. also startete ich jedes Mal an der Tonne, obschon die Linie fast jedes mal neutral ausgelegt war. Und siehe da, ich kam als zweiter gleich hinter Christoph oben an, auf dem Vorwinder konnten wir die Positionen auch halten, doch an der Kreuz hielt ich mich mit Christoph auf Mitte Rechte Seite auf und während Till die linke Seite suchte, und mich prompt überholte. So blieb es dann auch bis ins Ziel. Der Wind drehte noch ein wenig auf so dass ein Gesamtbild des Thunersees mit den aufgewühlten Wellen, und mittlerweile fast wolkenlosem Himmel, Eiger, Mönch und Jungfrau auf uns herabschauten und wir stolz zu Ihnen herauf. Doch fertig der Träumereien, zurück aufs Wasser. Die nächsten drei Läufe gingen ganz ähnlich vom Stapel. Obschon ich heute viel besser gesegelt hatte kam, ich nicht aus dem Staunen heraus – vom 10 auf den 3 Platz – obschon ich noch einen siebten reingefahren habe. Doch gleichzeitig ging ein Schauer über meinen Rücken „SCHREIBEN“ und es war fast unmöglich aus diesem Schlamassel heraus zu kommen, nach vorne zu viel Punkte wie auch nach hinten.

Doch nicht zu vergessen Röfe und Esther hatten ja während wir uns auf dem Wasser abmühten, auf Ihrer Yacht die Kirchliche Hochzeit gefeiert. Nochmals herzliche Gratulation euch Beiden. Und vielen Dank für den tollen Apéro und die „fägige“ Musik.

Am Sonntag etwas Früher aufgewacht entschloss ich mich Hals über Kopf, nicht mit Oliver und meinem Crafter nach Thun zu fahren, sondern den Weg mit dem Fahrrad, halt auch ohne Autobahnvignette, hinter mich zu bringen. Schliesslich war es ein schöner Morgen und es stand auf dem Tagesprogramm nur ein Lauf. Der einte Lauf entpuppte sich als sehr mühsam. Wir mussten auf dem Wasser recht lange auf die Thermik warten, denn der Oberwind drückte zum Teil recht kräftig dagegen. Doch auch nach einer Weile gab er dann nach, und wir konnten einen recht schönen und letzten Lauf Segeln.

Es war eine SUPER, SUPER Regatta! Allen die dazu beigetragen haben ein herzliches Dankeschön.

Thomas SUI63

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